Militär-Weltspiele Mungyeong (Südkorea)

Hallo zämä

Wie im letzten Post erwähnt, reiste ich ende September via Dubai nach Südkorea an die Militärweltspiele in Mungyeong. Ich erhielt die Möglichkeit, im 400m sowie in der 4x400m Staffel die Schweiz zu vertreten. Nach einer gut 10 tägigen Vorbereitung, welche sehr gut lief, konnte ich in einer tollen Spätform nach Korea reisen. Ich hatte mir das Ziel einer Halbfinalqualifikation im Einzel und einer schnellen Staffelzeit im Hinblick für die kommende EM in Amsterdam gesetzt. Nach einer kurzen Akklimatisation begannen für mich die ersten CISM-Weltspiele. In einem stark besetzten Vorlauf mit mehreren WM Startern galt für mich die Devise, Halbfinalqualifikation. Dies war gemäss Meldezeiten ein schwieriges Unterfangen. Trotzdem war ich überzeugt, dass ich diese Qualifikation schaffen werde. Gesagt getan. In einer Zeit von 47.62s konnte ich mich sogar als Vorlaufsieger für die Halbfinals vom kommenden Morgen qualifizieren. Mit dem Vorlaufsieg sicherte ich mir zudem die Bahn 4 in meiner Halbfinalserie. Im Halbfinale kriegte ich WM-Finalisten und EM-Finalisten als Gegner. Es war ein Genuss mit solch starken Athleten laufen zu dürfen. Das Niveau war schon in den Vorläufen so hoch, dass eine realistische Finalqualifikation kaum machbar war. So war es auch. Trotzdem konnte ich in diesem weltklasse Feld mein eigener Rhytmus laufen und schlussendlich die zweitbeste Zeit meiner Karriere laufen. Ich beendete meine ersten CISM-Militärweltspiele in einer Zeit von 47.10s auf dem guten 14. Platz.

Nach dem Halbfinalrennen standen die Vorläufe der 4x400m Staffeln auf dem Programm. Es blieben kaum 24 Stunden für die Regeneration. So versuchten wir uns so schnell wie möglich von den Halbfinalstrapazen zu erholen. Das Ziel vom kommenden Vormittag war klar. Eine Top-Zeit um einen zweiten Top-Wert für die EM-Qualifikation zu laufen. Ich kriegte die Aufgabe, für die Schweiz als Startläufer zu eröffnen und meine Teamkollegen so gut wie möglich zu positionieren. Ich fühlte mich mental wie auch physisch recht müde. Motivierte mich und meinen Körper für das letzte Rennen der Saison noch einmal alles herauszuholen. So konnte ich noch einmal eine gute Leistung abliefern und meine Teamkollegen optimal ins Rennen schicken. Was wir mit diesem Schweizer Quartett schlussendlich auf die Bahn zauberten ist einfach unglaublich und fantastisch. In 3.08.57s waren wir sogar schneller als an den letztjährigen Heim-Europameisterschaften in Zürich. Leider verpassten wir nur denkbar knapp den Finaleinzug. Das Niveau war unglaublich hoch, hätten wir doch mit dieser Zeit vor 4 Jahren noch um die Medaillenvergabe an den Weltspielen mitgeredet.

Ich bin über diesen Saisonabschluss sehr zufrieden und konnte viel positive Energie und Motivation für das kommende, harte Wintertraining tanken.

Jetzt gibt es noch 10 Tage Ferien, bevor ich die Mission EM-2016 in Angriff nehme. Es fehlen jetzt ja nur noch knapp 4/10. Ich bin überzeugt, dass ich diese Qualifikation mit eurer Unterstützung packen werde.

Lieber Gruss

Silvan


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